Wenn dein einziger Instagram-Account gesperrt wird, ist deine Reichweite auf null, und mit ihr der Nachschub an Fans. Deshalb betreiben wir für jede Creatorin mehrere Accounts. Das ist kein Trick, sondern Risikostreuung. Es funktioniert aber nur mit dem richtigen Setup.
Was Instagram erkennt
Instagram verknüpft Accounts über drei Dinge: das Gerät, das Netzwerk und das Verhalten.
Gerät. Jedes Handy hat eine Kennung. Mehrere Accounts auf demselben Handy sind für Instagram sichtbar verbunden. Wird einer gesperrt, geraten die anderen unter Beobachtung.
Netzwerk. Die IP-Adresse. Zehn Accounts, die aus demselben WLAN posten, sind offensichtlich dieselbe Person.
Verhalten. Gleiche Inhalte zur gleichen Zeit, gleiche Captions, gleiche Follow-Muster. Das erkennt Instagram auch über verschiedene Geräte hinweg.
Das Setup, das bei uns läuft
- Ein Account pro Container. Auf dem iPhone trennen wir Accounts in Containern, die für Instagram wie eigene Geräte aussehen. Auf Android geht das über Profile oder eigene Geräte.
- Eine eigene IP pro Account. Jeder Container hat seinen eigenen Proxy, am besten aus dem Land, in dem die Fans sitzen. Für uns heißt das meistens USA.
- Nicht mehr als 100 bis 200 Accounts pro Handy über die Lebenszeit. Danach ist das Gerät für Instagram "verbrannt", neue Accounts darauf laufen schlecht. Dann wird das Handy getauscht.
- Inhalte pro Account verändern. Dasselbe Reel geht auf zehn Accounts, aber nie identisch: anderer Schnitt, andere Caption, andere Musik.
- Zeitversatz. Nie alle Accounts gleichzeitig posten.
Wie viele Accounts du brauchst
Für eine Creatorin, die gerade startet: drei bis fünf. Genug, dass ein Ausfall nicht alles kostet, wenig genug, dass du es verwalten kannst. Bei uns laufen pro Creatorin zehn bis zwanzig, weil die Flotte das Posten übernimmt und die Zahlen im Dashboard zusammenlaufen.
Was du allein machen kannst
Zwei Accounts auf zwei verschiedenen Handys, jedes im eigenen Netz (eins im WLAN, eins über Mobilfunk). Das ist das Minimum, mit dem du schläfst, ohne dir Sorgen um eine Sperre zu machen. Alles darüber ist Arbeit, die sich nur lohnt, wenn jemand sie systematisch macht.
Unsere Handy-Flotte ist genau dafür gebaut: eigene Geräte, eigene IPs, variierte Inhalte, und ein Dashboard, das pro Account zeigt, was läuft.
